Eigentlich sind wir doch alle einer Meinung

By | 7. Dezember 2014

HandshakeEigentlich wollen wir doch alle die gleichen Bilder nicht sehen.
Letztendlich wollen wir dasselbe.
Lege man uns Bilder von hungernden Babys in Afrika vor, oder von Tieren aus der Massentierhaltung, oder von Hühnern mit entzündeten Kloaken, oder gar von Frauenschlägern und verschmutzten Meeren, oder Kindersklaven auf Kakaoplantagen, dann, so würde ich behaupten, hätten wir alle ähnliche Emotionen. Wir wollen so etwas nicht sehen! Wir finden es nicht schön, es sollte nicht so sein!

Aber was können wir schon tun?

Babys hungern in Afrika?
Okay, dann versuchen wir, nicht so viel Essen weg zu werfen, in der Hoffnung es brächte den Kindern irgendetwas.
Wer sich über das Thema informiert hat, wird wahrscheinlich einen größeren Tatendrang verspüren, und zumindest Spenden.

Ein Frauenschläger?
Hier schätze ich, wird es einigen sogar wirklich schwerfallen, ihre Empörung unter Kontrolle zu behalten. Kaum jemand könnte wahrscheinlich in dem Täter einen Menschen mit trostloser, gewaltvoller Kindheit sehen, der sich vielleicht im Nachhinein selbst für das, was er tat, hasst und vielleicht eher eine Therapie oder gar Rückhalt bräuchte, statt zorniger Racheaktionen durch Selbstjustiz. Für dieses Problem haben wir ein paar Hilfseinrichtungen für Opfer, und Therapeuten für Täter. Wenn wir so etwas mitkriegen, werden wir versuchen, dazwischen zu gehen, und auf die Möglichkeiten der Hilfe zu verweisen.
Wer sich mit dem Thema intensiver auseinandergesetzt hat, wird wahrscheinlich bei der ein oder anderen Demo zur Stelle sein, oder eine Institution zum Wohle der Betroffenen eröffnen oder auch großen Wert auf Gleichberechtigung legen.

Verschmutzte Meere?
Das will doch auch niemand! Wer sich nicht gerade mit Aussagen wie „Das ändert doch sowieso alles nichts.“ oder „Die Menschheit wird den Planeten eh früher oder später zerstören!“ herausredet, der wird zumindest im Supermarkt seine gekauften Früchte nicht in eine Plastiktüte packen, und Plastiktüten wenn immer möglich ablehnen.
Wer sich intensiver damit befasst hat, der gründet vielleicht einen Supermarkt, ganz ohne Verpackungen.

Tiere aus der Massentierhaltung?
Auch hier gibt es, zumindest in meinem Umfeld, kaum Befürworter. Einige kaufen ab und zu Bio-Fleisch aus „artgerechter Haltung“, vergessen aber oft, woher ihre morgendliche Wurstscheibe kommt. Und wissen gar nicht genau inwiefern sich „Bio“ überhaupt von dem Rest unterscheiden soll.
Wer sich intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt hat, der wird wahrscheinlich gar kein Fleisch mehr konsumieren, um Tierleid nicht zu unterstützen.

Hühner mit entzündeten Kloaken?
Durch Überzüchtung sind Hühner gezwungen, um die 300 Eier im Jahr zu produzieren, anstelle der natürlichen 6 bis 12 Eier. Auch das Schreddern oder Vergasen der männlichen Küken ist gelinde gesagt unerfreulich. Das scheint ein Umstand zu sein, der noch nicht wirklich in der Gesellschaft angekommen ist. Letztendlich will doch auch das niemand.
Und wer darüber nachdenkt, wird auf die Idee kommen, dass er das Ganze nicht mit seinem Geld finanzieren möchte, und hört auf, Eier zu konsumieren.

Kindersklaven auf Kakaoplantagen?
Das ist sogar eine andere Dimension als unterbezahlte Kinderarbeit. Hier werden Kinder mit unwahren Versprechungen von ihren Familien weggelockt, um dann auf Kakaoplantagen überwiegend an der Elfenbeinküste zum Arbeiten gezwungen zu werden.
Wer sich hiermit befasst, wird auch das eigentlich nicht wollen. Dann schaffen es sogar größte Schokoladenliebhaber, nur noch zertifizierten Kakao zu unterstützen.

Letztendlich wollen wir doch alle das Gleiche!
Ich möchte nicht, dass Babys in Afrika leiden, weil sie nichts zu Essen haben.
Ich möchte nicht, dass Frauen geschlagen werden und psychisch komplett daran kaputt gehen.
Ich möchte nicht, dass die Meere verschmutzt werden, und dadurch der Lebensraum von Menschen und Tiere zerstört wird.
Ich möchte nicht, dass Tiere Höllenqualen in der Massentierhaltung erleiden.
Ich möchte nicht, dass Hühner für unseren Eierkonsum misshandelt werden.
Ich möchte nicht, dass Kinder auf Kakaoplantagen versklavt werden.

Es ist doch gut, wenn man versucht, durch Spenden zu helfen.
Es ist gut, wenn man Opfer von Gewaltverbrechern unterstützt.
Es ist besser, wenn man möglichst auf Plastik verzichtet
und es ist doch super, wenn Kinder und Tiere für die eigene Ernährung nicht leiden müssen,
oder nicht?

Letztendlich wollen wir doch alle das Leid mindern.
Und das Mindeste wäre, Leid nicht aktiv zu unterstützen.
Und auch, wenn es so scheint, als würde der Einzelne nicht viel bewegen können:
Sei die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst!

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