Alle handeln wie sie wollen

By | 14. Dezember 2016

Es ist mir egal, ob du meinst, man müsse das selbst entscheiden und könne so handeln, wie man wolle. Dem ist nicht so!
Wenn du mir begegnest und keine Lust zum Diskutieren hast, versuchst du das Thema mit „Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden“ zu beenden.
Dir ist nicht klar, welch unfair gespielte Karte das ist.
Es stimmt einfach nicht!
Lasse ich die Aussage im Raum stehen, oder laufe ich dir hinterher, um zu sagen, dass du dich irrst?
Oder lasse ich dich aus der sich anbahnenden Diskussion fliehen?

Manche Dinge sind persönliche Entscheidungen.
Ob man eine Unterhose drunter trägt oder nicht, kann jede und jeder für sich selbst entscheiden.

Aber ob man Tiere in Ruhe lässt oder nicht, ist nicht allein deine Sache.
Es geht nicht um deinen Appetit, es geht um Tiere.
Und es geht auch um Menschen.

Es ist keine persönliche Entscheidung, ob man die Interessen anderer verletzt.
Nur weil es mir Spaß macht, andere Leute zu verprügeln, ist es noch lang nicht nur meine Sache.

Da haben andere Individuen auch mitzureden.

Wenn du also keine Diskussion starten möchtest, dann behaupte nicht, dass Menschen das Recht hätten, nach Belieben entscheiden zu können, ob sie Tiere quälen oder nicht.

Dankeschön!

One thought on “Alle handeln wie sie wollen

  1. Anon

    Ich glaube, dass viele nicht verstehen, dass „Recht“ sich auf etwas Philosophisches bezieht. Wann hat man das „Recht“ etwas zu tun? Wenn es legal ist? Wenn man keine Gewissenskonflikte davon trägt? Jein. Das, was Sie wahrscheinlich unter „Recht“ verstehen, ist ein sehr schwammiges Konzept. Da es, höchstwahrscheinlich, keinen Gott und daraus ableitend keine absolute Moral gibt, kann man nicht behaupten man hätte nicht das „Recht“ etwas zu tun, was laut unserer einzigen Instanz, welche unsere Entscheidungen bestraft/belohnt (die rechtliche Instanz des Staates), vollkommen zugelassen ist.
    Ein kleines Gedankenexperiment: Wären die Nationalsozialisten aus dem Zweiten Weltkrieg als Gewinner hervorgegangen, würde einigen von uns nur das eigene Gewissen davor bewahren, einen unschuldigen Juden auf offener Straße zu verprügeln. Ob dies moralisch gesehen falsch wäre oder nicht, hat jeder für sich zu entscheiden, denn wie angedeutet, ist die Moral *nur* subjektiv, da sie über keine absoluten Anhaltspunkte verfügt.
    Das einzige Regelwerk, woran sich die Menschen einigermaßen halten, ist das Gesetz. Ändert man dies, so ändert man ironischerweise auch das „moralische Auge“ der Bevölkerung.
    Vielen interessiert es nicht, wie sehr sie von Vegetariern/Veganern kritisiert werden, weil man seine eigene Moral nur schwer jemandem aufzwingen kann, wenn dieser jemand eine konsequenzlose Alternative hat, nämlich in den Supermarkt zu gehen und sich weiterhin Fleisch zu kaufen.
    An alle Veganer/Vegetarier, die sich so vehement gegen das „ungerechtfertigte“ Töten von Tieren aussprechen: Politik ist die Lösung. Suchen Sie sich objektive Argumente und genügend Anhänger und illegalisieren Sie den Tierkonsum. Von selbst werden alle ganz sicher nicht diesen Weg wählen.

    MfG
    Anon

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.